von Johanna Schirmer | 4. Juli 2022

Definition ERP

ERP  ist die Abkürzung für Enterprise Resource Planning. Übersetzt bedeutet ERP die Planung der Geschäftsressourcen. Eine ERP Software unterstützt die Planung, die Steuerung und die Abwicklung von Prozessen. Auch die Überwachung der Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens gehört dazu. Im Vordergrund steht der effiziente Einsatz der Ressourcen eines Unternehmens. 

Welche Bereiche deckt das ERP ab?

Eine ERP Software ist modular aufgebaut und unterteilt sich in verschiedene Bereiche: Diese umfassen Finanzbuchhaltung, Personal, Einkauf, Marketing, CRM, Verkauf, Lager, Produktion und Servicemanagement. All diese Bereiche sind über eine gemeinsame, zentrale Datenbank miteinander verbunden. 

Was war der Vorläufer vom ERP?

Der Vorläufer vom heutigen ERP System war eine Software für die Materialbedarfsplanung und der fristgerechten Fertigstellung von Waren. In Folge kamen weitere Bereiche dazu, bevor schlussendlich die ganzheitliche ERP Software entstand.

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ERP und Cloud Computing

Die meisten ERP Softwarehersteller - wie beispielsweise Microsoft - bieten ihre ERP Software aus der Cloud an. So ist es Anwender*innen möglich, über alle gängigen Browser die Benutzer*innen-Oberfläche aufzurufen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren vom standort- und plattformunabhängigen Zugriff auf die ERP Software und klar kalkulierbaren Kosten.

Gleichzeitig bringt Cloud Computing (SaaS) in Verbindung mit der ERP Software Flexibilität, Sicherheit und Aktualität und Kostentransparenz. Bezahlt wird ein monatlicher Fixpreis, abhängig von der Anzahl der Zugriffe. Unternehmen geniessen so die volle Kostentransparenz und müssen keine Investitionen für Neuerungen oder Upgrades bezahlen, da diese in der monatlichen Gebühr enthalten sind.

Was sind die Vorteile von einem ERP?

In fast jedem Unternehmen ist eine ERP im Einsatz. Was sind die konkreten Vorteile einer ERP Software? Wir haben zusammengefasst, welche Vorteile für Unternehmen durch den Einsatz einer ERP Software entstehen und was Unternehmen durch den Einsatz von ERP Lösungen erreichen: 

Die 10 Vorteile von einem ERP 

1. Stärkeres Umsatzwachstum

2. Höhere Kalkulationsgenauigkeit

3. Bessere Erfolgsquote Vertrieb

4. Geringere Durchlaufzeiten / Verbesserte Prozessabläufe

5. Höhere Liefertreue

6. Niedrigere Mitarbeiterfluktuation

7. Gesteigerte Transparenz 

8. Reduzierung von Fehlerquellen und Redundanzen

9. Kostenreduktion durch Automatisierungen

10. Effiziente Prozessabläufe

ERP und Digitalisierung

Mit der Digitalisierung verändern sich die Geschäftsprozesse und die Grenzen der klassischen ERP Softwarelösungen öffnen sich. Früher war es wichtig, möglichst alle Prozesse innerhalb vom ERP System abdecken zu können. Heute agiert ein ERP System als zentraler Hub.

Umso wichtiger ist, dass das ERP auf einer modernen Basis aufbaut. Diese reicht im Idealfall über die Unternehmensgrenzen hinaus. Die Digitalisierung hat die Geschäftsprozesse verändert. Die ERP Software von morgen muss darum die entsprechende Flexibilität aufbringen, um diese neuen Geschäftsmodelle abzudecken.

Die modernen ERP Softwarelösungen müssen auch in der Lage sein, die zunehmenden Datenmengen zu analysieren sowie Trends wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning abbilden zu können.

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Warum sollte man ein ERP-System nutzen?

Die Gründe für den Einsatz von einem ERP im Unternehmen sind vielseitig und individuell. Eines ist aber sicher: Die Investition muss einen entsprechenden Gegenwert liefern. Im Idealfall unterstützt das ERP die Automatisierung manueller Abläufe:

Ein ERP System ist ein Hilfsmittel und unterstützt Unternehmen: 

  • den Umsatz zu steigern, ohne den Personalbestand zu erhöhen
  • die Vertriebseffizienz zu stärken
  • den Lagerbestand zu optimieren
  • Produktionskosten zu reduzieren

 

Wo werden ERP-Systeme eingesetzt?

Ein ERP wird von kleinen Unternehmen bis hin zu Grossunternehmen eingesetzt und unterscheidet sich vor allem in den branchenspezifischen Anforderungen von Unternehmen. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich das Ziel, das mit dem ERP verfolgt wird. Ein ERP System wird eingesetzt, wenn eine ganzheitliche Lösung gesucht wird. Auch angestrebte Digitalisierung, das Automatisieren von Geschäftsabläufen oder Ressourcen-Optimierung sowie mehr Transparenz gehören zu den Ansprüchen. 

 

 

Über welche ERP-Funktionen sollte ein effizientes ERP-Programm verfügen? 

Bei der Wahl von einem ERP sollte auf folgende Aspekte geachtet werden, damit der grösstmögliche Nutzen entsteht. 

Benutzer*innen-Oberfläche: Eine intuitiv aufgebaute Benutzer*innen-Oberfläche hilft den Anwender*innen und steigert von Beginn an die Akzeptanz. Ausserdem hilft sie dabei, schnell mit dem neuen System arbeiten zu können. 

Erweiterbarkeit & Flexibilität: Neue Anforderungen, ein neues Kund*innen-Bedürfnis - das ERP muss Ihre Arbeitsweise unterstützen und im Bedarfsfall auch flexibel erweitert werden können. Das ERP muss mit den Anforderungen eines Unternehmens mitwachsen können.

Offenheit vom System: Ein ERP, das die Offenheit vom System unterstützt, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Eine moderne ERP Lösung unterstützt die Programmierschnittstelle API (Application Programming Interface). Über diese standardisierte Programmierschnittstelle ist es möglich externe Programme an das ERP System anzubinden.

Release-Plan: Ein Fahrplan für das ERP-System ist wichtig. Damit kann sichergestellt werden, dass die Software immer weiterentwickelt wird und an künftige Anforderungen angepasst werden kann.

Die wichtigsten Begriffe rund um ERP Softwarelösungen

  • CRMDiese Abkürzung steht für Customer-Relationship-Management, dies bedeutet Kundenbeziehungsmanagement, und bezeichnet eine Strategie zur systematischen Gestaltung aller Beziehungen und Interaktionen eines Unternehmens mit bestehenden und potenziellen Kunden.
  • PPS: PPS steht für Produktionsplanung und Produktionssteuerung. Ein mit der Produktionstechnik und Wirtschaftsinformatik verwandtes Teilgebiet der Produktionswirtschaft.
  • Business Intelligence (BI): Dies ist ein Prozess, um mit Hilfe von Tools und Applikationen interne sowie externe Daten zu analysieren und die daraus resultierenden Informationen den Entscheidungsträgern zu präsentieren.
  • Supply Chain (Lieferkette): Das Netzwerk von Organisationen, die in verschiedenen Prozessen der Wertschöpfung in Form von Produkten und Dienstleistungen für den Endkunden beteiligt sind. Damit berücksichtigt die Lieferkette Tätigkeiten vom Zulieferer über das Unternehmen bis zum Kunden, also über die Unternehmensgrenze hinaus.
  • Cloud Computing: Cloud CloudComputing ist ein Modell, das es erlaubt bei Bedarf, jederzeit und überall bequem über ein Netz auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerressourcen (beispielsweise Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste) zuzugreifen, die schnell und mit kleinstem Managementaufwand oder geringer Serviceprovider-Interaktion zur Verfügung gestellt werden können.
  • Paas: Paas (Platform as a Service) ist eine Dienstleistung, die es dem Entwickler ermöglicht, auf der angebotenen Infrastruktur mittels Schnittstellen eigene Programme zu entwickeln und auszuführen.
  • Iaas: Die Infrastruktur stellt die unterste Schicht im Cloud Computing dar. Dabei beschreibt IaaS (Infrastructure as a Service) ein Geschäftsmodell, bei dem keine komplette Lösung (Hardware und Softwareanwendung) angeboten wird, sondern lediglich die, zur Umsetzung bestimmter Anwendungen, notwendige Hardware.
  • SaaSSaaS (Software as a Service) ist ein Geschäftsmodell, bei dem nicht länger die Software-Anwendung an den Kunden verkauft wird, sondern er diese als Dienstleistung gegen Entgelt zur Verfügung gestellt bekommt.
  • ERP: Diese Abkürzung steht für Enterprise-Resource-Planning. ERP bezeichnet die Aufgabe eines Unternehmens, Ressourcen zu planen und zu steuern. Ressourcen sind Kapital, Personal, Material, IT-Systeme sowie Informations- und Kommunikationstechnik.
  • IoT: Das Internet der Dinge (Internet of Things / IoT) ist ein Gebilde, bei dem Objekte, Tiere oder Menschen mit einem einzigartigen Identifikator ausgestattet sind. Weiterhin ist damit die Möglichkeit verbunden, Daten über ein Netzwerk ohne Interaktionen Mensch-zu-Mensch oder Mensch-zu-Computer zu übertragen.
  • AI: Künstliche Intelligenz (KI, auch Artifizielle Intelligenz, englisch artificial intelligence, AI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst.
  • SCM: Das Supply Change Management ist ein Managementansatz, bei dem sämtliche Flüsse von Produkten, Rohstoffen, Bauteilen prozessorientiert erfasst werden.
  • Stammdaten: Stammdaten sind in der Informatik und betrieblichen Datenverarbeitung wichtige Grunddaten eines Betriebs, die über einen gewissen Zeitraum nicht verändert werden. 
  • Bewegungsdaten: Dies sind Daten, welche sich laufend ändern. 
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